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“Mit einer Geheimformel gegen Flecken”   Anlässlich unseres 100jährigen Jubiläums besuchte uns der Kölner  Stadtanzeiger. Aus unserem Verfahren zur Bearbeitung von Krawatten  wurde dann “eine Geheimformel gegen Flecken”. Das wäre schön - wir  arbeiten daran :-) ...
 Mit einer Geheimformel gegen Flecken  Von Lioba Lepping, 28.07.08, 17:30h  Die Reinigung Manthey in Frechen feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Neben Mangelwäsche sind  Krawatten die Spezialität des Frechener Familienbetriebs. 
 Frechen - „Bei uns landen immer die hoffnungslosen Fälle“, sagt Eberhard Manthey und deutet auf  das Knäuel aus Krawatten, das er auf der Annahmetheke seines Betriebs aufgehäuft hat. Seit 100  Jahren wird in der Othmarstraße gewaschen und gebügelt. Versuchen viele Reinigungen heutzutage,  mit einem Hemdenservice die Kundschaft zu locken, haben sich die Mantheys auf Krawatten  spezialisiert. Die Ausbeute, die täglich per Post ins Haus in der Othmarstraße kommt, stammt aus  allen Winkeln der Republik - im Jahr sind es mehr als 1000 Stück. „Gestern waren sogar Pakete aus  Luxemburg und aus Bratislava in der Slowakei dabei. Viele sind von ihren lokalen Reinigungen  enttäuscht und starten bei uns den letzten Versuch“, erzählt der 65- Jährige, der neben der Reinigung  auch eine Wäscherei und eine Heißmangel betreibt.  Wo andere die Form verhunzen oder die Farbe versauen, wird's bei den Mantheys astrein - und das  für 5,80 Euro pro Stück. Seit zwei Jahren bietet der Frechener Reinigungsbetrieb im Internet seinen  Krawatten-Service an. Sein Geheimnis verrät der Seniorchef allerdings nicht, nur so viel: Er habe  lange an der Methode der perfekten Säuberung von mit Suppe oder Salatsauce bekleckerten oder mit  Kaffeeflecken verschmutzten Bindern getüftelt und schließlich die Geheimformel entdeckt. „Bei uns  sehen die Krawatten hinterher aus wie neu“, sagt Eberhard Manthey.  Junior Henrik Manthey steuerte das technische Wissen bei und sorgte für den entsprechenden  elektronischen Auftritt im Internet. Schließlich ist die Krawatten-Klientel im Umgang mit dem Netz  versiert. „Vor allem aus München kommen die Designer-Stücke. Das sind oft Doktoren und Manager,  die richtig teure Stöffchen von Dior, Cerrutti oder Armani zu uns schicken “, weiß Henrik Manthey.  Während die Mantheys mit ihrem Krawatten-Service offenbar eine Marktlücke gefunden haben, sieht  Eberhard Manthey in dem neuen Geschäftsfeld aber auch eine überlebensnotwendige Erweiterung  und Verlagerung des Angebots. Denn besonders die drastisch gestiegenen Energiekosten machen  dem Reinigungsbetrieb zu schaffen. „Für unseren Heizkessel kaufen wir alle sechs Wochen 3500 Liter  Öl. Und die Rechnungsbeträge sind seit Mai um ein Vielfaches gestiegen“, sagt Eberhard Manthey.  Noch sorgen Gastronomiebetriebe für die Hälfte des Umsatzes, doch wird gerade dieser Bereich  immer unrentabler. „Die Tischwäsche und die Servietten müssen heiß gewaschen werden. Das frisst  unheimlich viel Energie,“ sagt Eberhard Manthey mit sorgenvoll gerunzelter Stirn.  Überhaupt sind die Boomjahre im Reinigungsgewerbe längst vorbei. „Nach dem Krieg ging es steil  bergauf, doch als sich jeder Haushalt eine eigene Waschmaschine leisten konnte, kam der erste  Knick. Auch der eher saloppe Kleidungsstil hat dafür gesorgt, dass die Leute ihre guten Sachen nicht  mehr in die Reinigung geben. Und wenn das Geld knapp wird, wird an Luxus wie Reinigungen als  Erstes gespart“, kennt Eberhard Manthey die Gründe für die Krise in seiner Branche. Seit dem Jahr  2000 ist die Zahl der Reinigungsbetriebe in Deutschland von 10 000 auf 2800 zurückgegangen.  Die Mantheys versuchen, dem negativen Trend mit Kreativität und Qualität entgegenzuwirken. Noch  heute wird in der von Eberhard Manthey im Jahr 1908 gegründeten „Frechener Wasch- und  Bügelanstalt“ geplättet, gemangelt, gewaschen und verpackt. Auch für den Stammkunden, das  Brauhaus Früh in Köln. Seit 50 Jahren werden die Tischdecken, Servietten, Koch-Uniformen,  Geschirr-Handtücher und Köbes- Schürzen in Frechen wieder in Schuss gebracht. Zum Dank stiftet  der Kölner Traditionsbrauer den Frechener Traditions-Reinigern zur Jubiläumsfeier am 2. August 100  Liter Kölsch. Das Büffett müssen die Mantheys allerdings selbst bezahlen - Geschäft bleibt eben  Geschäft.    Die Firmengeschichte  Anna Zervos, die Großmutter von Eberhard Manthey, gründete im Jahr 1908 die „Frechener Wasch- und  Bügelanstalt“. Sie war bekannt für die perfekte Pflege der blütenweißen Hemden mit gestärkten  Eckenkragen, die zur damaligen Zeit von den lokalen Honoratioren getragenen wurden. Tochter Anna, die  älteste von vier Schwestern, übernahm das expandierende Geschäft. Der Gebrauch von Heizbriketts hatte  für den aufstrebenden Betrieb Vor- und Nachteile. Zwar wurden die Waschmaschinen mit Briketts geheizt,  doch konnte es passieren, dass der Staub von der nahen Brikettfabrik die im Hof aufgehängten Laken grau  färbte.  Wäschereifachmann Emil Manthey aus Swinemünde heiratete 1942 in den Frechener Familienbetrieb ein.  Gründerin Anna Zervos setzte sich 1948 zur Ruhe, Enkel Eberhard übernahm im Jahr 1978 den elterlichen  Betrieb. Sein Sohn Henrik vertritt die vierte Generation.  Zu den neuen Geschäftsfeldern gehören der Krawattenservice und die zunehmende Kooperation mit  Raumausstattern, die bei den Mantheys Gardinen und andere Dekorationsstoffe reinigen lassen. (lio) 
© Textilpflege Manthey, Frechen